
VCÖ (Verkehrsclub Österreich) verleiht der Schachinger Logistik Gruppe den renommierten VCÖ-Mobilitätspreis Österreich und den VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich
Insgesamt wurden in ganz Österreich 388 Projekte eingereicht. Unser Projekt in der Kategorie Energie und Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft mit dem Titel “Energieautarkie in der Logistik durch BESS” gewann den ersten Platz.
Der VCÖ-Mobilitätspreis Österreich 2026 und VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich 2026 gingen an die Schachinger Logistik Gruppe.
Für den 35. VCÖ-Mobilitätspreis Österreich wurden insgesamt 388 Projekte und Konzepte eingereicht. Davon entfielen unter anderem 75 Projekte auf Wien und 40 auf Oberösterreich. Der VCÖ bietet auf seiner Website eine Projektdatenbank an, die über 3.000 vorbildliche Mobilitätsprojekte umfasst, um Anregungen für klimaverträgliche Verkehrslösungen zu geben.
Die Verleihung für den VCÖ-Mobilitätspreis OÖ fand am Mittwoch, den 16.09.26 im OÖ. Presseclub/ Linz statt und die Verleihung des VCÖ-Mobilitätspreises Österreich in Wien. Der VCÖ-Mobilitätspreis 2026 wurde an herausragende Projekte verliehen, die sich durch innovative Ansätze in der Mobilität auszeichnen. Die Auszeichnungen gingen an Schachinger Logistik (Foto) für die Einreichung “Energieautarkie in der Logistik durch BESS”. Die Verleihung für den oberösterreichischen Mobilitätspreis fand am Mittwoch, den 16.09.26 im OÖ. Presseclub/ Linz statt und wurde von Landesrat Günther Steinkellner, der Regionalmanagerin der ÖBB, Eva Hackl, sowie VCÖ-Sprecher Christian Gratzer begleitet. Die Abendveranstaltung für die Verleihung des Mobilitätspreises für Gesamtösterreich fand am Donnerstag, den 17.09.26 um 18:30 in Wien, im Theater Odeon statt. Die Moderatorin und Journalistin Niki Löwenstein führte sehr inspirierend durch den Abend. Die Preisverleihung an Schachinger Logistik Holding, GF Dr. Ehrenfried Werderits und Powerlink GmbH, Dr. Manuel Pfeil haben Bundesminister Peter Hanke, Ulla Rassmussen Geschäftsführerin VCÖ und Mag. Othmar Frühauf Vorstand ÖBB vorgenommen.
Die Schachinger Logistik Gruppe, Österreichs größter Branchenlogistiker ist eine familiengeführte Unternehmensgruppe mit Sitz in Oberösterreich. Das Unternehmen baut seinen Hauptstandort Hörsching konsequent zu einem Vorzeigeprojekt für Energieautarkie und nachhaltige Mobilität aus. Batterieenergiespeicher, Photovoltaik und eine wachsende Flotte an Elektro-LKW zeigen, dass Gütertransport, ökologischer Fortschritt und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen. Ein Beispiel, von dem der gesamte Wirtschaftsstandort profitiert.
Nachhaltige Mobilität im Fokus
Der VCÖ-Mobilitätspreis stand in diesem Jahr unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“. „Mobilität muss vor allem funktionieren – für die Menschen ebenso wie für die Wirtschaft“, erklärte Landesrat Steinkellner. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie durch technische Lösungen und innovative Ansätze bestehende Verkehrsangebote weiterentwickelt werden können. „Gerade Oberösterreich als starker Wirtschafts- und Industriestandort braucht praxistaugliche Lösungen, die langfristig funktionieren und einen echten Mehrwert schaffen“, so Steinkellner weiter.
Christian Gratzer vom VCÖ betonte die Bedeutung der Effizienzsteigerung im Verkehrssystem. Durch innovative Ansätze könnten Staus reduziert, der Spritverbrauch gesenkt und die Luftqualität verbessert werden. „Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie durch Zusammenarbeit und gezielte Investitionen die Mobilität der Zukunft gestaltet werden kann“, fügte Eva Hackl hinzu.
Schachinger Logistik: Impulsgeber bei Elektro-Lkw
Schachinger Logistik wurde für die Umstellung auf Elektro-Lkw und den Aufbau eines intelligenten Defossilisierungsmodells ausgezeichnet. Das Unternehmen hat das Ziel bis 2030 seinen gesamten Lkw-Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Aktuell sind bereits 30 Elektro-Lkw im Einsatz, die im aktuellen Jahr bereits insgesamt rund 2,5 Mio. km zurückgelegt haben. Um die Energieversorgung zu optimieren, wurde ein großes Speichersystem in Hörsching errichtet, das überschüssigen Sonnenstrom speichert und die Lkw nachts lädt. Dazu Mag. Dr. Ehrenfried Werderits, Geschäftsführer und Sprecher der Schachinger Logistik Holding “Sowohl aus wirtschaftlichen als auch ökologischen Gründen ist es uns strategisch wichtig, die Weichen für eine emissionsfreie Logistik zu stellen. Schachinger setzt hier Impulse für die so dringende Transformation des Güterverkehrs.”
Das eingereichte Projekt ist Europas größter Logistik-Batteriespeicher als Herzstück für ein integriertes Energie-Kreislaufwirtschaftssystem. Die Schachinger Logistik Holding setzt gemeinsam mit dem Technologiepartner Powerlink GmbH einen neuen Maßstab in der nachhaltigen Energieversorgung der Logistikbranche. Mit dem Bau eines Batterie-Energiespeichersystems (BESS) mit 60 MWh Speicherkapazität und 30 MW Leistung entstand das derzeit größte Energiespeichersystem dieser Art in der europäischen Logistik.
Die Speicherlösung gliedert sich in 20 MWh bzw. 10 MW zur Versorgung eigener Verbraucher wie Ladesäulen und Kühlaggregate sowie 40 MWh bzw. 20 MW zur Netzstabilisierung und Versorgungssicherheit. Die geplante Voll-Elektrifizierung der LKW- und Transporter-Flotte erzeugt einen hohen Strombedarf, der durch das Batteriesystem effizient und planbar gedeckt wird – insbesondere durch Lastverschiebung (Loadshifting) bei nächtlichen Ladevorgängen. Überschüssige PV-Energie wird zusätzlich am Regelenergiemarkt angeboten oder zur Netzstabilisierung genutzt. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Die elektrische Großspeicheranlage hat die Aufgabe, den produzierten Strom der eigenen Photovoltaikanlage (ca. 9 MWp) mit den Verbrauchern (vorw. LKW & PKW Ladesäulen, Kühlaggregate, etc.) zu puffern.
Das System ermöglicht es, PV-Überschüsse am Tag aufzunehmen und nachts für das Laden der E-LKW bereitzustellen, wodurch ein Autarkiegrad von bis zu 95 % erreicht wird. Parallel werden Lastspitzen deutlich reduziert und der Netzanschluss entlastet. Die Anlage unterstützt außerdem das Stromnetz, indem sie überschüssige erneuerbare Energie aufnimmt oder negative Regelenergie bereitstellt und daher als präventive Blackout-versorgung bzw. zur Netzstabilisierung beiträgt, dh. wir belasten das Netz nicht – im Gegenteil!
Mit all diesen Maßnahmen setzt die Schachinger-Gruppe ihre Klimastrategie „Roadmap to Zero“ konsequent weiter um.
Roadmap to Zero: Aus Überzeugung wird Innovation
Bereits 2021 hat Schachinger Logistik, die Klimastrategie „Roadmap to Zero“ gestartet, die Bestandteil der gesamten Nachhaltigkeitsstrategie „Driving Change“ ist. Die Verantwortung zur Umsetzung der Energiestrategie trägt Nikolaus Skarabela, Energie- und Mobilitätsbeauftragter. Ziel ist unter anderem die schrittweise Dekarbonisierung und somit die Defossilisierung des gesamten Fuhrparks. Der Startschuss fiel mit E-PKWs bereits im Jahr 2010. Heute sind bereits über 80% der PKWs von fossilem Antrieb auf Elektro-mobilität umgestellt. Erste Versuche mit E-LKWs wurden bereits 2014 durchgeführt, damals auch mit dem Netzwerk Council für Nachhaltige Logistik, das Feedback zu den praxisorientierten Anforderungen half damals den Herstellern. Jetzt haben die Fahrzeuge ein Leistungsniveau erreicht, dass diese wirtschaftlich gut laufen. 25 % unserer Flotte sind bereits umgestellt. Pro Jahr kommen rund sechs neue E-PKWs und sieben neue E-Lieferfahrzeuge dazu, bei den E-LKWs ist der Bestand mittlerweile auf 30 Fahrzeuge angewachsen. Aufgrund der sehr positiven Ergebnisse bei der Einführung der ersten E-LKWs haben 2026 der Eigentümer Maximilian Schachinger und die Geschäftsführung beschlossen, keine Verbrenner mehr anzuschaffen – fünf Jahre vor dem ursprünglichen Strategieziel!
Auch die menschliche Seite der Lieferkette verändert sich. Viele Fahrer, die anfangs skeptisch waren, berichten heute von einem völlig neuen Fahrgefühl: leiser, entspannter, weniger belastend und möchten nicht wieder auf dieselbetriebene LKWs umsteigen.
Das Laden eines modernen E-LKW dauert rund 1,5 Stunden – exakt so lange wie Be‑ und Entladung. Für die Fahrer entsteht kein zusätzlicher Aufwand, aber ein spürbarer Gesundheits- und Komfortgewinn. Die Akzeptanz der Fahrer ist damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor geworden.
Weiters bietet SCHACHINGER seinen Mitarbeitenden aufgrund der großen Speicherkapazität des BESS kostengünstiges Laden privater E‑Autos über viele Jahre hinweg und fördert dadurch den Umstieg auf emissionsfreie Mobilität. Es entsteht ein echter langfristiger finanzieller Vorteil, ein Nutzen der weit über klassischen Benefits hinausgeht. Nachhaltigkeit wird so nicht nur infrastrukturell, sondern auch in der Firmenkultur verankert. Die Energiewende wird im Alltag erlebbar gemacht.
Wir laden beim Laden
“Sonnenstrom über eigene Ladestationen am eigenen Betriebsgelände, also dort wo unsere Fahrzeuge ohnehin stehen, während der Warenladungen. Mit Carports und Truckports machen wir versiegelte Flächen für die Energiewende nutzbar. Mit darauf montierten Photovoltaik-Paneelen nutzen wir dieselbe Fläche doppelt: Die Ports spenden Schatten für Fahrzeuge und Fahrer und erzeugen gleichzeitig den Strom, mit dem wir unsere Flotte laden. Über ein erweitertes Biodiversitätskonzept wird bereits nachgedacht.” DI (FH) Nikolaus Skarabela, Energie- und Mobilitätsbeauftragter, Schachinger Logistik
Charge with Friends: Laden im Netzwerk der Logistiker
Damit Ladeinfrastruktur nicht nur am eigenen Standort, sondern auch unterwegs wirtschaftlich genutzt wird, beteiligt sich SCHACHINGER an „Charge with Friends“, einer österreichweiten Plattform des Ladeinfrastruktur-Partners kW-Solutions.
Die Idee dahinter ist, dass Transportunternehmen ihre Depot-Ladepunkte bilateral für befreundete Frächter öffnen. Dadurch laden sie günstiger an den Standorten – nach dem Motto „Von Logistikern für Logistiker“. Teures öffentliches Laden wird so reduziert, die eigene Infrastruktur besser ausgelastet und die Wirtschaftlichkeit von E-LKWs im Fernverkehr spürbar verbessert.
Für SCHACHINGER ist das ein logischer nächster Schritt: Der Hauptstandort Hörsching ist als Ladestandort im Netzwerk gelistet und steht Partnerunternehmen zu vereinbarten Konditionen zur Verfügung, so leistet das Unternehmen einen Beitrag zu einer besser ausgelasteten, gemeinsam genutzten Ladeinfrastruktur für die gesamte Branche.
Wirtschaftlichkeit als Fundament
Für SCHACHINGER ist der Ausbau der Energieinfrastruktur weit mehr als ein Nachhaltigkeitsprojekt: Es ist die betriebswirtschaftliche Grundlage, um die eigene Flotte schrittweise und wirtschaftlich sinnvoll zu elektrifizieren. Rund 600 Lkw legen für das Unternehmen jährlich im Schnitt 150.000 Kilometer zurück, in Summe werden dafür rund 20 Millionen Liter Diesel pro Jahr benötigt. Den heutigen Kraftstoffkosten stehen die deutlich niedrigeren Gestehungskosten von selbst erzeugtem Strom gegenüber, das ist der Unterschied zwischen einer reinen Kostenstelle und einem tragfähigen Business Case.
Aktuelle Links:
Projektvideo der Preisverleihung:
VCÖ-Mobilitätspreis 2026: Elektro- statt Diesel-Lkw, energieautark statt Erdöl-Abhängigkeit
Pressefotos:
Alle Fotos ©VCÖ / APA-Fotoservice / Ben Leitner
Bildunterschrift zum Titelbild:
Von links nach rechts: Mobilitätsminister Peter Hanke, VCÖ-Geschäftsführerin Ulla Rasmussen, Geschäftsführer Schachinger-Logistik Ehrenfried Werderits, Manuel Pfeil (Powerlink), Othmar Frühauf (Vorstand ÖBB-Personenverkehr AG)